Im Skulpturenpark im Murg-Auen-Park stellen weitere Kunst­schaffende vom 26. August bis 31. Oktober 2024 ihre fertigen Werke aus.

 

Durchblick

Adrian Künzi, Dürnten
Eiche, weiss lasiert, 2.5 m hoch
adriankuenzi.ch

Fätzli

Brigitte Schneider, Kesswil
Durchgefärbter Glasfaserbeton, armiert
Grundfläche ca. 2.5 x 2.5 m
brigitte-schneider.ch

«Fätzli gleit, niemerem gseit, liege lo wo's isch, susch chunt de Polizischt und rüert dich uf de Mischt…» Das schweizerdeutsche Wort «Fätzli» bedeutet kleine Fetzen. «Fätzli gleit» ist ein schweizerischer Kinderreim und gleichzeitig ein Fangen-Spiel. Dieses Kinderspiel, ist eine wunderbare Erinnerung; diese freudige Erregung, ob vielleicht hinter mir ein Fätzli fallen gelassen wurde… Mit «Fätzli» behandele ich das Thema Erinnerungen. Erstes Beispiel ist die Erinnerung des «Fätzli gleit», doch versuche ich damit auch andere Ideen abzubilden. Das Fätzli ist eine Metapher für den Erinnerungsfetzen und seine Entstehung. «Fätzli» besteht aus einem Rechteck. Der damit dargestellte Gedanke ist, dass Erinnerungen aus den ehemals wahrgenommenen Erlebnissen entstehen, diese sich jedoch je länger je mehr verändern. Sie verformen und verfärben sich. Die Farbtemperatur stellt das damit assoziierte Gefühle dar. Dieser Erinnerungsfetzen kann eine längst vergangene Stimmung wiederbeleben, doch es ist klar, dass sie sich verfälscht hat. Leute, mit denen ich Erinnerungen teile, sehen oft ganz anders auf diese zurück. Doch wie hat es sich damals wirklich zugetragen? Ist das überhaupt wichtig oder spielt es keine Rolle, wenn die Menschen keinen einheitlichen Zugang zur gemeinsamen Vergangenheit besitzen? Das gezeigte «Fätzli» besitzt eine etwas verblasste rote Farbe. Die Erinnerung ist teils nicht mehr sehr lebendig in uns und am verblassen. Die Form ist gewunden und verbogen, vielleicht haben wir die Erinnerung zurechtgebogen, um leichter mit ihr leben zu können. Vielleicht zeigt sich in der gefalteten Form nur der Abdruck der fehlerhaften menschlichen Natur, die es nicht schafft, die Erinnerung unverändert zu lassen.

Darana

Evelyne Brader-Frank, Widen
Weisser Marmor, 1.2 m hoch
www.brader.ch

Lost Paradise!

Jan Sebesta, Frauenfeld
Fotografien auf Aluminium
jansebesta.ch

In der Natur liegt sehr viel Abfall aller Art herum. Ob ganze Abfallhaufen oder einfach einzelne zerbrochene Flaschen, Farbdosen, Zigarettenstummel… alles ist dabei! Viele Teile sind klein und liegen schon seit Jahren da und verändern sich kaum. Das stelle ich leider auch in der Schweiz fest. Ich fotografiere diesen Abfall und durch die Umkehrung von Dimensionen mache ich darauf aufmerksam. Dadurch entstehen Teile, die an Fremdkörperlandschaften erinnern. Vertraulich aber doch so weit weg… Ist dieser Zustand die Realität der Zukunft!? Alle Teile werden auf Aluminium gedruckt und durch materialbiegung in die Natur eingebetet. Dadurch entstehen dreidimensionale Bilder. Befestigt mit Schrauben an altem Holz.

Steck mich bitte nicht in eine Schublade!

Karin Hofer, Dürnten
Zedernholz, 2 m hoch
karinhofer.net

Zum Fressen gern

Rosi Weiss, Affoltern am Albis
Holz, mit Motorsäge und Acrylfarbe bearbeitet, 2 m hoch
www.rosiweiss.ch

Die Katze setzt zum Sprung an, um die Blaumeise zu erwischen.
Wir lieben die Vögel.
Wir lieben die Katzen.
Diese Skulptur ist aus Abfall-Holz verschiedener Art zusammengesetzt.
Sie ist mit Acrylfarbe bemalt und kann draussen ausgestellt werden.

Begegnung im Herbst

Ueli Binggeli, Seftigen
Esche und Beton, eingefärbt, 2.1 m hoch
www.skulptur-binggeli.ch

Die Skulptur stellt Begegnungen in abstrakter Form dar. 
Es können Begegnungen zwischen Menschen, Gruppen verschiedener Zugehörigkeit, Regierungen usw. sein. 
Begegnen sich treffen, austauschen, verhandeln in gegenseitiger Achtung. 
Der Herbst ist die abstrakte Interpretation für die Zeit.

Savn

Vivi Linnemann, Winterthur
Edelstahl und Acyrilglas, 1.5 m hoch
vivilinnemann.dk

Savn ist dänisch, wie ich. Es bedeutet Verlust. Entbehrung. 
Missing. Das Werk ist ein visuelles Gedicht. 
Es geht um Trauer, aber auch darum, Trost in Wellen, Wolken und Wasser zu finden.
Was horizontal ist, kann vertikal erlebt werden, weil Trauer alles schräg macht.
Sich transparent zu fühlen kennen die meistens von uns, sometimes we need to accept feeling blue.

Im Skulpturenpark im Murg-Auen-Park stellen weitere Kunst­schaffende vom 26. August bis 31. Oktober 2024 ihre fertigen Werke aus.

 

Durchblick

Adrian Künzi, Dürnten
Eiche, weiss lasiert, 2.5 m hoch
adriankuenzi.ch

Fätzli

Brigitte Schneider, Kesswil
Durchgefärbter Glasfaserbeton, armiert
Grundfläche ca. 2.5 x 2.5 m
brigitte-schneider.ch

«Fätzli gleit, niemerem gseit, liege lo wo's isch, susch chunt de Polizischt und rüert dich uf de Mischt…» Das schweizerdeutsche Wort «Fätzli» bedeutet kleine Fetzen. «Fätzli gleit» ist ein schweizerischer Kinderreim und gleichzeitig ein Fangen-Spiel. Dieses Kinderspiel, ist eine wunderbare Erinnerung; diese freudige Erregung, ob vielleicht hinter mir ein Fätzli fallen gelassen wurde… Mit «Fätzli» behandele ich das Thema Erinnerungen. Erstes Beispiel ist die Erinnerung des «Fätzli gleit», doch versuche ich damit auch andere Ideen abzubilden. Das Fätzli ist eine Metapher für den Erinnerungsfetzen und seine Entstehung. «Fätzli» besteht aus einem Rechteck. Der damit dargestellte Gedanke ist, dass Erinnerungen aus den ehemals wahrgenommenen Erlebnissen entstehen, diese sich jedoch je länger je mehr verändern. Sie verformen und verfärben sich. Die Farbtemperatur stellt das damit assoziierte Gefühle dar. Dieser Erinnerungsfetzen kann eine längst vergangene Stimmung wiederbeleben, doch es ist klar, dass sie sich verfälscht hat. Leute, mit denen ich Erinnerungen teile, sehen oft ganz anders auf diese zurück. Doch wie hat es sich damals wirklich zugetragen? Ist das überhaupt wichtig oder spielt es keine Rolle, wenn die Menschen keinen einheitlichen Zugang zur gemeinsamen Vergangenheit besitzen? Das gezeigte «Fätzli» besitzt eine etwas verblasste rote Farbe. Die Erinnerung ist teils nicht mehr sehr lebendig in uns und am verblassen. Die Form ist gewunden und verbogen, vielleicht haben wir die Erinnerung zurechtgebogen, um leichter mit ihr leben zu können. Vielleicht zeigt sich in der gefalteten Form nur der Abdruck der fehlerhaften menschlichen Natur, die es nicht schafft, die Erinnerung unverändert zu lassen.

Darana

Evelyne Brader-Frank, Widen
Weisser Marmor, 1.2 m hoch
www.brader.ch

Lost Paradise!

Jan Sebesta, Frauenfeld
Fotografien auf Aluminium
jansebesta.ch

In der Natur liegt sehr viel Abfall aller Art herum. Ob ganze Abfallhaufen oder einfach einzelne zerbrochene Flaschen, Farbdosen, Zigarettenstummel… alles ist dabei! Viele Teile sind klein und liegen schon seit Jahren da und verändern sich kaum. Das stelle ich leider auch in der Schweiz fest. Ich fotografiere diesen Abfall und durch die Umkehrung von Dimensionen mache ich darauf aufmerksam. Dadurch entstehen Teile, die an Fremdkörperlandschaften erinnern. Vertraulich aber doch so weit weg… Ist dieser Zustand die Realität der Zukunft!? Alle Teile werden auf Aluminium gedruckt und durch materialbiegung in die Natur eingebetet. Dadurch entstehen dreidimensionale Bilder. Befestigt mit Schrauben an altem Holz.

Steck mich bitte nicht in eine Schublade!

Karin Hofer, Dürnten
Zedernholz, 2 m hoch
karinhofer.net

Zum Fressen gern

Rosi Weiss, Affoltern am Albis
Holz, mit Motorsäge und Acrylfarbe bearbeitet, 2 m hoch
www.rosiweiss.ch

Die Katze setzt zum Sprung an, um die Blaumeise zu erwischen.
Wir lieben die Vögel.
Wir lieben die Katzen.
Diese Skulptur ist aus Abfall-Holz verschiedener Art zusammengesetzt.
Sie ist mit Acrylfarbe bemalt und kann draussen ausgestellt werden.

Begegnung im Herbst

Ueli Binggeli, Seftigen
Esche und Beton, eingefärbt, 2.1 m hoch
www.skulptur-binggeli.ch

Die Skulptur stellt Begegnungen in abstrakter Form dar. 
Es können Begegnungen zwischen Menschen, Gruppen verschiedener Zugehörigkeit, Regierungen usw. sein. 
Begegnen sich treffen, austauschen, verhandeln in gegenseitiger Achtung. 
Der Herbst ist die abstrakte Interpretation für die Zeit.

Savn

Vivi Linnemann, Winterthur
Edelstahl und Acyrilglas, 1.5 m hoch
vivilinnemann.dk

Savn ist dänisch, wie ich. Es bedeutet Verlust. Entbehrung. 
Missing. Das Werk ist ein visuelles Gedicht. 
Es geht um Trauer, aber auch darum, Trost in Wellen, Wolken und Wasser zu finden.
Was horizontal ist, kann vertikal erlebt werden, weil Trauer alles schräg macht.
Sich transparent zu fühlen kennen die meistens von uns, sometimes we need to accept feeling blue.

22.–31.August 2022 im Murg-Auen-Park